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LeinenstoffeStoffe aus Leinen, naturbelassen, gebleicht und gefärbtSeiteninhalt: 1. Unsere Stoff-Kollektionen aus Leinen 2. Materialkunde Leinen Materialkunde LeinenVor 200 Jahren bestand in Europa noch ein Fünftel der Kleidung aus Leinen. Der Siegeszug der billigen Baumwolle und die Massenware Chemiefaser verdrängten das Leinen fast völlig vom Markt, was sicher mit seiner Knitterneigung zusammenhängt. In Italien geriet Leinen nie in Vergessenheit. Die kühle Faser wurde immer für sommerliche Kleider und Anzüge verwendet, die mühelos Nonchalance und Eleganz in sich vereinigen. Die typischen Knitter werden ganz unverkrampft als Merkmal des echten, edlen Leinens betrachtet.Durch die Jahrhunderte symbolisierte das weiße Linnen Licht und Reinheit. In vielen Kulturen bestand das Priestergewand daher aus reinem weißen Leinen. "Gewebter Wind" wurde das Leinen bei den Ägyptern genannt, die schon 2000 Jahre v. Chr. eine hochentwickelte Leinenkultur besaßen. So wurde als Grabbeigabe von Thutmosis III ein Leinentuch gefunden, das die unglaubliche Dichte von 60 Fäden pro cm aufwies und eine Lauflänge von fast 2000m auf 100g, natürlich handgesponnen und handgewebt. Phönizier, Griechen und Römer nutzten das Leinen: grobe Leinwand als Segel, transparenten Leinenbatist für Gewänder, Leinenhandtücher im Badehaus. Leinen ist die angenehmste Faser bei sommerlichen Temperaturen, da die Faser einen kühlenden Effekt hat. Körperlich aktive Menschen mit guter Durchblutung und Eigenwärme fühlen sich besonders wohl in Leinen.
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