Wilde Tussahseide
Ursprünglich war sie ganz sicher einmal wild. Die Kokons wurden schon von unseren jungsteinzeitlichen Vorfahren eingesammelt, nachdem die Raupen geschlüpft waren.
Heute wird die Tussah-Seide des Eichenseidenspinners zwar gezüchtet, aber noch immer auf diese Art gewonnen und gehört zu den letzten Zeugen der ehemals so reichen indischen Textilkultur.
Das gigantische industrielle Wirtschaftswachstum Indiens verdrängt diese Traditionen mehr und mehr und immer weniger Menschen besitzen noch das Wissen und Können diese Naturfasern zu gewinnen und von Hand zu verspinnen und verweben.Die puristische Ausrichtung in der modernen Architektur liebt den Kontrast zur Lebendigkeit in Farbe und Struktur dieser Unikate. Ob Beton oder Holz, sie bringen jedes Material zu Geltung und verbessern das Wohnklima durch ihre natürliche Schönheit.
Als Bekleidungstextil für Jacken, Kostüme und Kleider sind sie individuell und kostbar und spielen daher gerne eine dekorative Rolle bei Kostümen und in der Ausstattung von Film und Theater.
zu den Wildseiden 26.04.2024